Prof. Dr. Jens Oeken implantiert erstmals ein komplettes Mittelohr-Hörsystem

Klinik für HNO am Klinikum Chemnitz
Prof. Dr. med. habil. Jens Oeken implantiert erstmals ein komplettes Mittelohr-Hörsystem

Chemnitz – Der Chefarzt der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie und Ärztliche Direktor am Klinikum Chemnitz, Prof. Dr. med. habil. Jens Oeken hat erstmals am Klinikum ein vollständig implantierbares Hörsystem eingesetzt. In einer dreistündigen Operation gelang jetzt der komplizierte Eingriff. Die Patientin, eine pensionierte Chemnitzerin, ist nach der OP wohlauf. Diese Implantation ist erst an rund 60 Patienten in Europa erfolgreich vorgenommen worden, in Sachsen bislang nur wenige Mal in Dresden an der Universitätsklinik.

Prof. Oeken sagte: „Wir sind hocherfreut, denn diese erste Operation hätte nicht besser verlaufen können. Das neuartige Mittelohrimplantat kann für viele Patienten mit sensorineuraler und kombinierter Schwerhörigkeit, die ein konventionelles Hörgerät aus medizinischen Gründen nicht tragen können, endlich wieder bestes Hören und Verstehen bedeuten. Es ist zuverlässig und leicht zu bedienen, also eine ideale Lösung.“ Das System eines weltweit führenden australischen Herstellers sei flach und komme ohne außen liegende Geräteteile aus. So könne es vollständig unter der Haut untergebracht werden und sei dennoch sehr leistungsstark, so Prof. Oeken weiter.
Konventionelle Hörgeräte verstärken die Töne und leiten diese immer durch den Gehörgang. Im Gegensatz dazu leiten Mittelohrimplantate, wie das nun am Klinikum verwendete, die Verstärkung direkt über die Mittelohrstrukturen zum Innenohr. Es ist auch das einzige Mittelohrimplantat-System, das komplett unter der Haut eingesetzt wird und rund um die Uhr getragen wird. Es kann also nicht herausfallen. Da die Patienten damit beispielsweise auch duschen, schwimmen und schlafen können, erhält der Einsatz die volle Lebensqualität. Mittels Fernbedienung hat der Patient die Möglichkeit, das System ein- und auszuschalten, Programme zu wechseln oder die Lautstärke zu regeln.

Die Energieversorgung des Implantats erfolgt über ein Akku-Ladesystem. Der Akku hat eine Laufzeit von bis zu 32 Stunden. Er verfügt über eine Betriebsdauer von 4.000 Ladezyklen, was einer Einsatzzeit von mehr als zehn Jahren entspricht.

Das Mittelohrimplantat nimmt das Signal über ein unter der Haut liegendes Mikrofon auf und sendet es an einen Prozessor weiter. Dieser verarbeitet den Ton und überträgt ihn an das Mikroantriebssystem des Implantats, das fest im Schädelknochen verankert ist. Ein Wandler wandelt die elektrischen Signale in mechanische um und diese Vibrationen stimulieren die Gehörknöchelchen.

Prof. Oeken möchte nach der erfolgreichen Operation das Mittelohrimplantat künftig häufiger an der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie in geeigneten Fällen einsetzen und damit den Patienten bestes Hören wieder ermöglichen.

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Leiter Konzernkommunikation & Marketing
Klinikum Chemnitz gGmbH
Flemmingstraße 2 // 09116 Chemnitz
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