Leistungsbereiche

Allgemeine Pädiatrie

Der Bereich Pädiatrie der Klinik umfasst die Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters für Patienten jenseits der Neugeborenen-Periode (28. Lebenstag) und dem 18. Geburtstag. Dafür stehen 44 vollstationäre Betten sowie unsere Tagesklinik zur Verfügung. Für die seltenen Ausnahmesituationen einer invasiven kinderkardiologischen Behandlung besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Herzzentrum Leipzig, zur Durchführung einer Kinder-Dialyse mit dem Kuratorium für Hämodialyse am Klinikum Sankt Georg Leipzig.

Für die bestmögliche Versorgung werden folgende Spezialisierungen vorgehalten:

  • Gastroenterologie
  • Kinderkardiologie
  • Neuropädiatrie
  • Pädiatrische Endokrinologie / Diabetologie
  • Pädiatrische Intensivmedizin
  • Rheumatologie / Immunologie / Nephrologie

Funktionsdiagnostik

  • Ultraschalldiagnostik - OA MUDr. Jozef Zlocha
  • Pädiatrische Dopplersonographie
  • Gelenksonografie - OA Dipl.-Med. Olaf Zimmermann

Weitere diagnostische Möglichkeiten

  • Elektrokardiografie (EKG)
  • Elektroenzephalographie (EEG)
  • Ergometrie
  • Lungenfunktionsdiagnostik einschließlich Provokationsteste
  • Schweißiontophorese
  • H2-Atemteste Lactose/Fructose
  • pH-Metriemessungen
  • Allergiediagnostik

Leitung

Dr. med. Christian Vogel
Tel.:
0371 333-24230
Fax:
0371 333-24102
Leitender Oberarzt

Pädiatrische Hämatologie / Onkologie / Hämostaseologie

In der Abteilung werden die Diagnostik und Therapie sämtlicher maligner hämatologisch-onkologischer Erkrankungen einschließlich aller soliden Tumore (psych., ergoth. und soziale Betreuung von Patienten und Eltern inbegriffen) vorgehalten.
Dazu gehören unter anderem:

  • Diagnostik und Therapie beginnender Tumore
  • Betreuung von Patienten mit angeborenen und erworbenen Anämien
  • Betreuung von Patienten mit angeborenen Gerinnungsdefekten, z. B. Hämophilie sowie Thrombophilie und Thrombosen
  • Kooperation mit mehreren Kliniken und Instituten des Klinikums, z. B. Kinder-Chirurgie, Radioonkologie, Neurochirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie diagnostischen Bereichen
  • Zusammenarbeit mit den Referenzzentren der Fachgesellschaften (Gesellschaften für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie sowie für Thromboseforschung und Hämostaseologie

Pädiatrische Psychosomatik

Auf unserer Station für pädiatrische Psychosomatik (F300) werden Kinder und Jugendliche behandelt, deren Erkrankungen an der Schnittstelle zwischen körperlichen und seelischen Beschwerden angesiedelt sind. Die multimodale Komplexbehandlung erfolgt in enger Abstimmung und Kooperation zwischen Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Den stationären Aufenthalten vorangegangen sind nicht selten chronifizierte Krankheitsverläufe mit bereits anhaltenden Anpassungsstörungen in der Bewältigung typischer Entwicklungsaufgaben, zumeist erkennbar durch stark eingeschränkten oder völlig eingestellten Schulbesuch, sozialem Rückzug und teilweise psychiatrischen Symptomen, Probleme in in Deutschland bereits zunehmend und mittlerweile bereits beginnend im Grundschulalter auftreten. Die stationäre Behandlung richtet sich nach einem individuell in Behandlungsplanungen festgelegten zielorientierten Konzept.

Die zu erreichenden Ziele werden mit den Patienten/ Eltern gemeinsam entwickelt, um die Partizipation und Autonomie der betroffenen zu unterstützen und die Behandlungsmodule entsprechend zusammengestellt. Das therapeutische Spektrum umfasst tiefenpsychologisch und systemisch fundierte und/oder verhaltens- und traumatherapeutische Elemente, interaktionelle Gruppentherapien, Interaktionsbehandlung mit einem Elternteil oder Familientherapie, differentielle- auf das Grundleiden abgestimmte Pharmakotherapie, körperorientierte, übende und kreative Verfahren, Milieutherapie, Klinikschule, Sozialtherapie.

Leitung

Dr. med. Sylvia Meißner
Tel.:
0371 333-24310
Oberärztin

Neonatologie

Die Neonatologie bildet zusammen mit der Geburtshilfe der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe ein Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1).
Die Behandlung kranker und kritisch kranker Früh-und Reifgeborener wird auf der neonatologischen Intensivstation (F140) und der neonatologischen Nachsorgestation (F340) durchgeführt. Bei jeder Risikogeburt in der Frauenklinik sind unsere Kinderärzte anwesend und übernehmen darüber hinaus Aufgaben als Baby-Notarzt für eine Anzahl von Geburts- und Kinderkliniken vor allem im Regierungsbezirk Chemnitz. Gemeinsam mit der Klinik für Kinderchirurgie versorgen wir an unserem Zentrum auch Neugeborene mit angeborenen Fehlbildungen sowie weiteren operationspflichtigen Erkrankungen.
Auf unserer neonatologischen Nachsorgestation befindet sich auch unser Kinderschlaflabor mit zwei Ableitplätzen.

Leitung

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Axel Hübler
Tel.:
0371 333-24100
Fax:
0371 333-24102
Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

Kinderradiologie

In Kooperation mit dem Institut für bildgebende Diagnostik (Chefarzt Dr. med. Jörg Thalwitzer) sind am Klinikum alle für das Kindes-und Jugendalter wichtigen bildgebenden Untersuchungsverfahren möglich.

Leitung

Dr. med. Lutz Bauer
Tel.:
0371 333-24229
Oberarzt

Kindernahrung, Milchküche und Frauenmilchbank

Für jedes Kind und jeden Krankenhaustag wird individuell die Nahrung zubereitet.

Muttermilch

Muttermilch ist die erste Wahl für die Ernährung von Früh-und Reifgeborenen.
Die Zusammensetzung der Muttermilch ändert sich im Verlauf der Zeit: Die Vormilch (Kolostrum) enthält besonders viel Protein und Antikörper. Der Eiweißgehalt nimmt im Verlauf der Zeit langsam ab, der Fettanteil steigt. Für die Ernährung optimal ist die Muttermilch im ersten Lebenshalbjahr des Kindes.

Bei sehr kranken kleinen Frühgeborenen, deren Mütter selbst noch medizinisch behandelt werden müssen, ist die Gabe der eigenen Muttermilch sowie das Stillen noch nicht immer möglich. Für diese Situationen ist Frauenmilch eine gute Alternative zur Ernährung.

Vorteile der Frauenmilch gegenüber einer künstlichen Milch: Frauenmilch enthält Bestandteile die

  • das Wachstum von Bakterien hemmen (Immunglobuline, Fettsäuren, Bifidusfaktor, Oligosaccharide)
  • das Abwehrsystem stärken (Zytokine, Wachstumsfaktoren, langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Hormone)
  • Entzündungsreaktionen hemmen (Adhäsionsmoleküle, Laktoferrin)

Die Ernährung mit Spenderinnenmilch ist für den Heilungsprozess kranker Frühgeborene günstig:

  • Es ist schneller möglich, die Nahrung über den Darm und nicht mehr als Infusion über die Venen zu geben.
  • Die Abwehrkräfte des Kindes werden gestärkt (sogenannte „Immunmodulation“).
  • Das Risiko, eine schwere Darmentzündung zu bekommen, ist geringer, ebenso die Gefahr für schwerste Infektionen (Sepsis), Augenerkrankungen (Netzhautablösung - sogenannte Frühgeborenenretinopathie) und chronische Lungenschäden des Frühgeborenen (bronchopulmonale Dysplasie).
  • Die Nervenentwicklung verläuft optimaler und das Risiko, als Baby im ersten Lebensjahr wieder im Krankenhaus behandelt werden zu müssen, ist geringer.

Frauenmilchbanken

Die Bereitschaft von jungen Müttern, überschüssige Milch für kranke Frühgeborene zur Verfügung stellen, ist ein Geschenk für kranke Frühgeborene.

Erste Sammelstelle für Frauenmilch in Europa entstand 1909 in Wien.
Aktuell gibt es in Deutschland 13 Frauenmilchbanken, 12 in den neuen Bundesländern, 1 in den alten. In Europa werden derzeit etwa 200 Milchbanken betrieben, wobei Skandinavien die höchste Versorgungsdichte aufweist. Bemerkenswerter Weise haben die skandinavischen Länder auch sehr gute Ergebnisse in der Neugeborenen-Medizin (Neonatologie).

Die Spenderin sollte gesund sein. Vor der ersten Spende wird anhand des Schwangerenvorsorgeheftes geprüft, welche Infektionskrankheiten schon absolviert wurden. Teilweise ist noch einmal eine Blutkontrolle erforderlich. Alkohol-, Drogen und Nikotinkonsum sind nicht mit einer Spende vereinbar. Maßvoller Kaffeegenuss bis zu drei Tassen am Tag ist möglich und birgt kein Risiko, auch nicht für das Stillen des eigenen Kindes. Das gleiche gilt für koffeinhaltigen Tee, wobei aufgrund des geringeren Substanzgehaltes nach jetzigem Wissensstand bis etwa sechs Tassen am Tag unbedenklich sind. Individuell geprüft werden muss die Eignung zur Spende bei regelmäßigen Medikamenteneinnahmen.

Als Frauenmilch-Spenderin kommen Sie in Frage, wenn:

  • Sie gesund sind und keine schweren Krankheiten (Hepatitis u. ä.) in der Vergangenheit hatten
  • Ihr Kind voll stillen und mind. 250 ml / Tag übrig haben
  • Ihr Kind max. 6 Monate alt ist
  • Sie keine frischen Tattoos und Piercings haben
  • Sie nicht rauchen und keinen Alkohol trinken, Medikamente werden individuell betrachtet
  • Sie mit einer Blutentnahme einverstanden sind

Qualität

Qualität steht bei uns an erster Stelle. Erfahren Sie mehr über unsere Qualitätsstandards.

Klinoskop

Lesen Sie online das Klinoskop, die Firmenzeitschrift des Klinikums Chemnitz.

Babygalerie

Wir sind in der Geburtshilfe des Klinikums Chemnitz zur Welt gekommen.