Neue Großgeräte für präzisere Diagnostik in der Klinik für Nuklearmedizin


| Datum: Dienstag, den 25.03.2025 um 13:19 Uhr

In der Klinik für Nuklearmedizin wurden jetzt ein SPECT-CT (Single-Photon-Emissionscomputertomograph) und eine Doppelkopf-Gammakamera in Betrieb genommen. „Die Neuanschaffung des SPECT-CT stellt einen wichtigen Fortschritt für unsere Klinik dar. Wir erweitern mit diesem modernen Hybridgerät unser bildgebendes Diagnostikspektrum. Es ermöglicht eine genauere und schnellere Diagnostik sowie eine individuellere Therapie unserer Patientinnen und Patienten“, erläutert Prof. Dr. Klaus Zöphel, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin.

Das SPEC-CT-Gerät verbindet die hochauflösende anatomische Information der CT mit der funktionellen Bildgebung der SPECT.

Die SPECT ist ein diagnostisches Schnittbildverfahren, bei dem die Verteilung eines radioaktiven Stoffes in bestimmten Organen dreidimensional dargestellt wird. Das hochempfindliche Gerät liefert Informationen über Funktion und Stoffwechselvorgänge in den Organen oder zu biochemischen Eigenschaften und fusioniert diese mit der anatomischen „Landkarte“ aus der CT. In nur einem Untersuchungsschritt fließen funktionelle und morphologische Bilddaten in einer dreidimensionalen Darstellung zusammen. „Mit dieser hybriden Detailgenauigkeit sind deutliche Verbesserungen bei orthopädischen, pneumologischen, endokrinologischen und onkologischen Fragestellungen zu erwarten. Davon profitieren Patientinnen und Patienten unterschiedlichster Fachabteilungen in unserem Klinikum“, erklärt Prof. Zöphel. Die SPECT-CT-Diagnostik eignet sich zur Abklärung von Herz-, Knochen- und Lungenerkrankungen, zur Diagnostik von bösartigen Tumoren und Metastasen wie auch zur präoperativen Lokalisation von Nebenschilddrüsentumoren.

Mit der innovativen Technik fallen künftig weniger Untersuchungstermine an. Das neue Hybridgerät ermöglicht außerdem die Teilnahme an großen onkologischen Studien, insbesondere zu Fragen der patientenindividuellen Dosimetrie. Als Maximalversorger der Gesundheitsregion Südwestsachsen mit einem onkologischen Schwerpunkt ist die Anschaffung des SPECT-CT somit ein entscheidender Schritt zur weiteren Verbesserung der Patientenversorgung. „Das neue Gerät spart außerdem erheblich Zeit, was sowohl den Patientinnen und Patienten als auch den Mitarbeitenden zugutekommt“, erläutert Norman Barthel. Der Leitende Medizinische Technologe für Radiologie der Klinik für Nuklearmedizin untersucht mit seinem Team aktuell rund 30 Patientinnen und Patienten pro Woche mit dem neuen Hybridgerät, Tendenz steigend.

Das zweite neue Großgerät, die Doppelkopf-Gammakamera ist ebenfalls aus der neueste Generation und ersetzt das 26 Jahre alte Vorgängermodell. Das neue Gerät ermöglicht nuklearmedizinische Untersuchungen des gesamten menschlichen Körpers in kürzerer Zeit und in optimierter Bildqualität mit deutlich besserer räumlicher Auflösung.

Außer in die Technik wurde auch in die Räumlichkeiten der Klinik für Nuklearmedizin investiert. Die Integration der neuen Geräte erforderte Anpassungen in der baulichen Infrastruktur. Dafür wurden sämtliche heute geltenden strahlenschutztechnischen Anforderungen umgesetzt. Mit dem Um- und Ausbau im laufenden Betrieb geht es im April weiter: In der zweiten Phase wird das Heißlabor, in dem dann radioaktive Substanzen selbst hergestellt werden können, modernisiert, ebenfalls eine unabdingbare Voraussetzung für die Teilnahme an innovativen globalen onkologischen Studien. In einem sich anschließenden dritten Bauabschnitt ist die Erneuerung eines weiteren hybriden Großgeräts, des PET/CT geplant.

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