Dresdner Straße 178
Für Erwachsene: 0371 - 333 12600 (Haus 2) Für Kinder: 0371 - 333 12200 (Haus 8)Für alle dringenden und lebensbedrohlichen medizinischen Notfälle (Flemmingstraße 2)
Telefon 0371 - 333 35500Für kardiologische Notfälle (zum Beispiel Herzinfarkt)
Telefon 0172 - 377 2436Flemmingstraße 2 (N022/Haus 1)
Telefon 0371 - 333 36328Bereitschaftspraxis der KVS
Allgemeinmedizinischer BehandlungsbereichFlemmingstraße 4, Haus B (Zugang über Seiteneingang Haus B)
weitere Informationen unter: bereitschaftspraxen.116117.de
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Nach 35 Dienstjahren als Apothekerin am Klinikum Chemnitz und seinen Vorläufern ist Schluss: Diplom-Pharmazeutin Katrin Oelmann ist in den Ruhestand gegangen – „selbstgewählt und selbstbestimmt“, wie sie betont. Mit einem großen gemeinsamen Frühstück haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Apotheke ihre Chefin am 14. Februar verabschiedet. Mit dem wissenschaftlichen Symposium gestern im Festsaal der Frauenklinik, zu dem viele Weggefährten gekommen waren, hat die langjährige Chefapothekerin des Klinikums auch der Fachwelt Adieu gesagt.
Und was kommt jetzt? „Ich weiß es noch nicht“, gibt die 64-Jährige offen zu. Sie habe nicht, wie andere, schon Pläne gemacht, was sie als erstes, zweites, drittes tun wolle. Sie habe nur ganz sicher gewusst, dass sie aufhören wolle. „Im Gesundheitswesen ist im Grunde alles im Umbruch. Das schließt die Krankenhausapotheken mit ein. Erweiterung des Aufgabenspektrums, Veränderung von Aufgaben, Digitalisierung, neue Gesetze, Strukturänderungen, Änderungen bei der Finanzierung – die Fülle von Herausforderungen, die auch noch gleichzeitig zu bewältigen sind, ist sehr groß. Planung und Entwicklung werden zunehmend erschwert. Ich habe gemerkt, dass ich dies nicht mehr mit den hohen Ansprüchen, die ich an mich und meine Arbeit stelle, erfüllen kann, und deshalb beschlossen, kürzer zu treten“, begründet die Apothekerin ihren Schritt. „Ich bin gesund, es geht mir gut und kann so meinen Ruhestand genießen.“
Zurück blickt Katrin Oelmann zufrieden und mit Stolz. Es habe nicht immer alles so geklappt, wie gewünscht und gedacht. Aber im Großen und Ganzen steht die Zentralapotheke des Klinikums, eine der größten Krankenhausapotheken Deutschlands, sehr gut da. Seit 1991 wurde und wird ein enges Versorgungsnetz mit Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen in der Region aufgebaut. Mit modernsten Verfahren in der aseptischen Zubereitung von Zytostatika und Arzneimitteln gewährleistet die Apotheke die sichere Versorgung von mehr als 4.200 Betten am Klinikum und in der Region. Aktuell werden insgesamt neun Kliniken mit deren stationären und ambulanten Patienten, drei Reha-Einrichtungen sowie 14 Rettungsdienste in Südwestsachsen und Mittelsachsen mit Arzneimitteln, patientenindividuellen Zubereitungen und pharmazeutischen Dienstleistungen versorgt. „Das ist über die Jahre enorm gewachsen.“
Dahinter stehen große Kraftanstrengungen, viel Kompetenz und das Engagement der ganzen Mannschaft. Katrin Oelmann, die in den vergangenen zwölf Jahren die Krankenhausapotheke geleitet hat, erinnert an die Umstellung auf die elektronische Materialwirtschaft 1993. „Die Zentralisierung der Zytostatikaherstellung in Räume der Apotheke statt der Herstellung auf Station im Jahr 1995 verbesserte die Sicherheit bei Patienten und Mitarbeitern erheblich.“ Die Einführung des AXON-Systems, eines sogenannten Halbautomaten, ermöglicht es ab Dezember 2006, die Medikamente für 20 Stationen auf einmal zu kommissionieren. Weitere große Projekte waren die Einführung des Konzepts der Stationsapotheker 2005 und des Medikamentenmanagements 2018. „Das alles geht nur mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, sagt sie. Mehr als 75 Personen umfasst das aktuelle Apotheken-Team, von der Apothekerin bis zur Hilfskraft. In den vergangenen Jahren habe sich die Mannschaft stark verjüngt. Auch etwas, worauf sie stolz sei: „Es ist uns ganz offensichtlich gelungen, ein attraktiver Arbeitsplatz für Nachwuchskräfte zu sein.“
Bei ihr selbst sei der Berufswunsch Apothekerin über Nebenwege entstanden. „Eigentlich wollte ich Medizin studieren und Kinderärztin werden“, erzählt Katrin Oelmann. Bei einem Ferienjob in der damaligen Annen-Apotheke habe sie gemerkt, dass sie auf diese Weise nah an den Patienten und ihrer Heilung sei und dennoch genug Abstand habe, um schwere Schicksale nicht zu nah an sich heranzulassen. Sie entschied sich für die Pharmazie, studierte ab 1979 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wo sie 1985 als Diplom-Pharmazeutin abschloss. 1992 qualifizierte sie sich zur Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie/Klinische Pharmazie. Ab 1989 war sie Abteilungsleiterin Arzneimittelbeschaffung und Stationsbelieferung der Zentralapotheke am Bezirkskrankenhaus Karl-Marx-Stadt, später an den Städtischen Kliniken Chemnitz. 2002 bis 2012 war sie stellvertretende Leiterin der Zentralapotheke, danach kommissarische Leitung und 2014 die Leiterin.
Wenn sie nach vorn blicke, sehe sie wenig Fertiges, sagt Katrin Oelmann. Feststehe, dass sie es genießen werden, endlich einmal auszuschlafen. „Ich will runterfahren, Zeit für mich haben, spontan Dinge tun können und das in vollen Zügen genießen. Ich bin sicher, dass mir dann irgendwann einfällt, was ich alles machen möchte.“